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Einzelnen Tagebucheintrag lesenAuf nach China!Freitag, 10. November 2006 - 18:15 Uhr Heute Abend geht es für mich ab nach China! Ich bin Teil einer 13-köpfigen Reisedelegation rund um Ex-Arbeitsminister Walter Riester, die der Globalisierung nachspürt. Unter dem Motto "China, Fabrik der Welt - Rivale oder Partner?" schauen wir, wie dort gearbeitet und gelebt wird. Wir werden Betriebe besichtigen und uns mit gesellschaftlichen Organisationen treffen. Drei Stationen in 10 Tagen warten auf mich: Zunächst die Sonderwirtschaftszonen wie Shenzhen im Süden rund um Hongkong und Macau. Station Nr. 2 ist Shanghai. Danach geht es nach Peking. Den nächsten Tagebuch-Eintrag gibt es nach meiner Rückkehr in der übernächsten Woche. Sie können sich auf einen Reisebericht aus dem Land der aufgehenden Sonne freuen. Antworten> Ich bin Teil einer 15-köpfigen Reisedelegation rund um Ex-Arbeitsminister Walter Riester, die der Globalisierung nachspürt. Wie wird man denn das?
[ Von: Eric am 10.11.06 um 18:30 Uhr ] und pass auf, was Du bloggst. Nicht, dass Dich Yahoo an die chinesischen Behörden verpfeifft :)) viel Spaß da dribbe [ Von: Robert am 12.11.06 um 02:48 Uhr ] Das hört sich ja richtig priviligiert und spannend an!! Habe vielleicht einen Buchtip zu dem Thema China/Globalisierung allgemein:
Der Autor (Nobel-Preisträger und Ex-Chefvolkswirt der Weltbank) zeigt ziemlich detailliert was mit der Globalisierung schief läuft, warum der IWF versagt und warum China trotzdem eines der Parade-Beispiele ist, wie man vom Kommunismus zur freien Marktwirtschaft gelangt. (nämlich indem man sich gegen die Empfehlungen des IWF und der USA stellt) [ Von: Ingo am 13.11.06 um 21:56 Uhr ] aha
[ Von: ulrich vesper am 04.12.06 um 23:38 Uhr ] Lieber Ulrich Vesper, das Problem in Deutschland ist, dass zu viele Leute zu schnell reden, ohne wirklich was zu wissen. Aus Ihren Zeilen klingt die Meinung, dass unsere Reise vom Staat bezahlt worden sei: Amüsieren in China mit Staatsknete. Irrtum! Das Gegenteil ist wahr: Alle Teilnehmer (incl. Walter Riester) haben die China-Reise aus eigener Tasche bezahlt. [ Von: Max Zorno am 05.12.06 um 10:46 Uhr ] www.globalisierung-zaehmen.de
Globalisierung eröffnet riesige Chancen auf dem Wege der Beseitigung von Hunger, Elend und Armut in der Welt. Die wirtschaftlichen und technischen Vorraussetzungen sind vorhanden und werden seit Jahren dynamisch und erfolgreich realisiert. Eine bessere Welt ist möglich und es wird schon daran kräftig gearbeitet. Allein in China ist unter geschickter Nutzung der „Globalisierung“ aus bitterer Armut eine Mittelklasse entstanden von 300 Millionen Menschen, die in etwa der gesamten Bevölkerung der USA entspricht und an den Lebensstandard der reichen Industriestaaten heranreicht. Globalisierung birgt aber auch große Gefahren und Risiken für den inneren Frieden, insbesondere in den entwickelten westlichen Industriestaaten, wenn immer mehr einheimische Arbeitsplätze verloren gehen und abwandern. „Globalisierungskritik“ und „Vorfahrt auf dem freien Weltmarkt“ gepaart mit „Heimatschutz“ und „Kampf gegen den internationalen Terrorismus“ eignet sich gut für „Chauvinismus und Nationalismus“. Der Weltfriede, der äußere Friede zwischen den Völkern kann empfindlich gestört werden. Wichtiges Ziel muß es sein, eine Welt in „Harmonie nach innen und außen“ zu schaffen. Aufstrebende Schwellen- und Entwicklungsländer scheinen Strategien zu entwickeln, die dem Aufbau und der Entwicklung ihrer Volkswirtschaften dienen und nicht vor allem den Profitinteressen Einzelner. Sie gehen zunehmend bilaterale Handelsbeziehungen ein und arbeiten in Süd-Ostasien, in Latein- und Mittelamerika und sogar im arabischen Raum an dem Aufbau von Währungs- und Wirtschaftsgemeinschaften, die Ähnlichkeit mit der „Europäischen Gemeinschaft“ haben. Solche Gemeinschaften sind geeignet, Schutz zu bieten vor drohenden finanz- und währungspolitischen Turbulenzen. Gleichzeitig fördern sie Wachstum, Frieden und Wohlstand zu allseitigem Nutzen auf dem Boden von Fairness und Vertrauen, wenn es auch manchmal Reibereien gibt, wie beim Zellulosestreit in der Mercosur zwischen Uruguay und Argentinien. Heute sind überall Tendenzen spürbar, sich von der Vorherrschaft angloamerikanischer Finanz- und Wirtschaftsmacht und der vorherrschenden neoliberaler Ideologie eines unregulierten, wildwüchsigen Weltmarktes zu befreien oder sich gar davor zu schützen. Diese eher „gelenkte“ und „gezähmte“ Nutzung der Globalisierung scheint weniger krisenanfällig zu sein und scheint weniger den zyklischen Schwankungen eines freien, unregulierten und wildwuchernden Weltmarktes zu unterliegen. Jedenfalls wachsen viele Schwellen- und Entwicklungsländer seit Jahren stabiler und dynamischer, wenn sie bewusst ihre Volkswirtschaften entwickeln und sie nicht den Kräften des „freien Marktes“ überlassen. Geholfen haben ihnen dabei die großen globalen Unternehmen und Konzerne nicht aus Nächstenliebe, sondern wurden von den Zwängen des freien Marktes und seines Wettbewerbs getrieben. Bis in die hintersten Winkel der Welt dringen sie vor, immer auf der Suche nach Wettbewerbsvorteilen, Absatzmärkten und billigen Arbeitskräften, denn nur so können sie bei Strafe des Untergangs überleben.
Stattdessen sollte sich Europa öffnen für den Weg in eine globale „new economy“, der von vielen Ländern in der Welt beim Aufbau ihrer Volkswirtschaften schon beschritten wird.
[ Von: Franz-Bernhard Nolte am 24.03.07 um 14:55 Uhr ] Neue Antwort schreibenHinweis: Um hier etwas zu schreiben, muss in Ihrem Browser JavaScript aktiviert sein. Außerdem läuft hier ein Spamfilter: Wenn Ihr Kommentar nicht sofort erscheint, hat er sich darin verfangen und wird in den nächsten Stunden von mir freigelassen. Was nun als nächstes?
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