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Zornos Tagebuch

Einzelnen Tagebucheintrag lesen

Die wahrscheinlich geschmackloseste Olivenöl-Werbung der Welt

Montag, 29. November 2004 - 22:21 Uhr
Von Max Zorno

Bild Einer von mehreren Obdachlosen,<br>die am 26.11.2004 in neun deutschen <br>Großstädten Werbung für ein<br>angebliches 'Edel'-Olivenöl machten.<br>Foto: Tomás G. Wild<br>Quelle: 'obs/Zabbara'
Einer von mehreren Obdachlosen,
die am 26.11.2004 in neun deutschen
Großstädten Werbung für ein
angebliches 'Edel'-Olivenöl machten.
Foto: Tomás G. Wild
Quelle: 'obs/Zabbara'

Die Hersteller des "wahrscheinlich teuersten Olivenöls der Welt" (Eigenwerbung) haben sich im Guerilla-Marketing versucht. Die Sendung mit der Maus würde diesen Fall wohl so erklären:

"Das ist Kurt. Kurt ist ganz unten im Leben; Kurt ist nämlich obdachlos. Jetzt hat Kurt kurzzeitig wieder einen Job gehabt: Für eine Stunde durfte er Werbe-Modell sein. In einer belebten Einkaufsstraße hat Kurt einen Pappkarton hochgehalten. Darauf stand: 'Sie kennen das beste Olivenöl der Welt noch nicht? Aber ich!'. Das freut den Tobias. Er ist von der PR-Agentur, die geholfen hat, die Aktion zu organisieren. Tobias jubelt: 'Männer, die kein festes Dach über dem Kopf haben, für die es nicht selbstverständlich ist, sich täglich mehrmals ein Essen leisten zu können und die sicherlich im Winter auch oft frieren, erklärten sich trotz ihrer schwierigen Lebenssituation bereit für das Edel-Produkt Zabbara Werbung zu machen. Außergewöhnlicher kann Reklame nun wirklich nicht sein!'"

Außergewöhnlich geschmacklos und abstoßend

Diese Werbung finde ich wirklich außergewöhnlich - außergewöhnlich geschmacklos. Zabbara spricht von der "gewiss ungewöhnlichsten Werbeaktion des Jahres." Ich schließe mich dem Urteil von Patrick Breitenbach an, in dessen Werbeblogger ich davon erfuhr: "Ich finde sie abstoßend, zynisch und menschenverachtend.". Auch der PR-Blogger runzelte die Stirn, ob es altmodisch ist, über die Grenzen des guten Geschmacks nachzudenken.

Willkommen im menschenverachtenden Armuts-Panoptikum

Die Idee zur Aktion stammt aus Italien vom Hersteller Zabbara selbst. Der bayrische PR-Berater Tobias Kurzmaier hat Zabbara bei der Umsetzung beraten; er spricht von einem anderen Werbeverständnis in Italien und verweist auf Benetton, das uns vor 10 Jahren mit Bildern von Aids-Kranken und toten Soldaten schockierte.

Meines Erachtens besteht zwischen den Benetton-Kampagnen und der Olivenöl-Aktion ein entscheidender Unterschied: Benotton arbeitete mit Bildern, Zabbara führt Menschen live und in Farbe vor - quasi als lebendes Kuriositäten-Panoptikum. In einer Zabbara-Pressemitteilung heißt es: "Die gesamte Tages- und Fachpresse ist herzlich eingeladen, wenn deutsche Obdachlose für Zabbara 'Benvenuto Germania!' sagen. [...] Es erwarten Sie außergewöhnliche Fotomotive..." Ich empfehle einen Blick ins Grundgesetz, Artikel 1: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Menschen werden vorgeführt wie Tiere im Zoo. Liebe Journalisten, bitte die Erdnüsse zum Füttern nicht vergessen.

Billige, abgeschmackte Aufmerksamkeitsheischerei

Zabbara heischt Aufmerksamkeit, indem es menschliches Elend vorführt, und dichtet dazu in einer zweiten Presseerklärung: "Zabbara, in Sizilien längst ein Star und bei den Scheichs in Dubai ein absoluter Geheimtipp, ist nun endlich auch in Deutschland erhältlich. Schenken Sie das (Oliven)Öl der Ölmilliardäre aus Dubai..." Zynismus pur.

Zwar haben die Obdachlosen ein kleines Honorar erhalten, aber sie durften nicht einmal das Öl selber kosten, das sie angeblich "kennen".

Es ging nur um billige Aufmerksamkeit. Natürlich trage ich mit diesem Beitrag auch dazu bei - aber, wenn man sich wie ich mit miesem Marketing beschäftigt, kann ich zu dieser Aktion nicht schweigen.

Liebe Verbraucher, bitte geben Sie Zabbara die passende Antwort auf dieses menschenverachtende Marketing: Nicht kaufen!

Antworten

Wenn Ignoranten das Guerilla-Marketing für sich entdecken.

Leider ist damit zu rechnen, dass derartige Erscheinungen zunehmen werden. Entweder die Urheber sind so geistlos, dass sie nicht wissen, was sie da tun – oder sie sind skrupellos genug mit der Wirkung ihres Schrotts zu kokettieren. „Je mehr die sich aufregen, desto bekannter werden wir.“ Die einzige angemessene Reaktion hierauf ist, wie sie bereits darlegten, der Boykott.

Apropos Ethik: Es ist zu beobachten, dass Konzerne ihre Macht immer unverholener ausspielen um kleine Gewerbetreibende existenziell zu schädigen. Gestern beispielsweise war in WISO zu erfahren, dass der Kaffeeröster Tchibo kleine Gaststättenbetreiber mit Klagen überzieht, weil diese das italienische Wort „Cibo“ im Namen führen. Wer sich wehrt bekommt die rechtsstaatliche Kostenkeule zu spüren. Angemessene Reaktion? Siehe oben.

[ Von: Karl-Heinz am 30.11.04 um 09:03 Uhr ]

Ich finde die Werbung okay.
1. Sieht der Typ nicht wie ein Obdachloser aus, wenn man sich die grossen Pressefotos anschaut. Es sei denn, man hat ihm neben dem Honorar auch noch neue Kleidung, Bad, Rasur und Manikuere gesponsort. Ist es doch ein echter Obdachloser, konnte ihm an sich nichts besseres passieren.
2. Regen sich hier - mal wieder - vermeintliche Gutmenschen darueber auf, die aber sonst an jedem Obdachlosen vorbeigehen, und ihm keinen Cent oder gar Euro zu geben, also nichts mit neuer, warmen Kleidung.
3. Ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass die Zielgruppe diese Werbung wirklich selbst (live) sieht. Es waere schoen von Zabbara, einen Kalender mit diesen Bildern fuer 2005 herauszugeben, vielleicht fuer die Kueche, so dass der Chefkoch das immer im Blick hat.
4. Haette die "Sendung mit der Maus" das nicht so daemlich erklaert. Diese Sendung orientiert sich naemlich an der Zielgruppe, und richtet die Beitraege danach aus. Im Gegensatz zu Marketing-Experten, die ihrer Zielgruppe nur mal eben etwas aufs Auge druecken, wovon sie glauben, dass es passt.

[ Von: Chris am 30.11.04 um 09:50 Uhr ]

Chris, vor dem Verfassen meines Tagebucheintrags habe ich mit Herrn Kurzmaier, PR-Berater und Mitorganisator der Aktion, gesprochen: Nichts deutet darauf hin, dass hier Schaupspieler in die Rolle von Obdachlosen geschlüpft sind.

Ich bin kein Gutmensch und gebe bettelnden Obdachlosen nichts. Trotzdem geht mir obige Aktion zu weit - weil sie den Menschen den letzten Rest von Würde nimmt.

Chris, Ihre zynische Haltung zeigt in meinen Augen eine bemerkenswerte menschliche Kälte.

[ Von: Max Zorno am 30.11.04 um 10:15 Uhr ]

Halli Chris! Das ist ja ein hübscher Strauß Scheinargumente, die leider nichts mit dem Thema zu tun haben.

1. Ob der dargestellte Herr tatsächlich obdachlos ist oder nicht ändert nichts an der Verächtlichkeit der Aussage. Jemand der sich kaum ein Essen leisten kann, empfiehlt das teuerste Olivenöl? Wirklich originell.

2. Wer die Kampagne nicht so toll findet, muss ein „vermeintlicher Gutmensch“ sein – klarer Fall.

3. Mit welcher Wahrscheinlichkeit die Zielgruppe sich selbst sieht, ist ohne jede Relevanz.

4. „Marketingexperten drücken ihren Zielgruppen etwas aufs Auge, wovon sie denken dass es passt.“ Wirklich eine interessante Darstellung. (Wollte man dieses Argument ernst nehmen, würde es doch wohl eher GEGEN diese Kampagne sprechen, oder irre ich mich?)

Lieber Chris, ich gönne Ihnen Ihre Meinung. Vielleicht finden die Zabbara–Hersteller so ein bisschen Dekadenz ja richtig sexy. Und vielleicht findet der Tobias seine Kampagne so richtig kultig und ist mächtig stolz auf seine Idee. Und wahrscheinlich geht ihnen alle diese öffentliche Debatte runter wie ihr teures Öl.

Ich hoffe, die Erfahrung auf Parkbänken übernachten zu müssen und als „außergewöhnliches Fotomotiv“ zu dienen, bleibt ihnen und Ihnen erspart.

[ Von: Karl-Heinz am 30.11.04 um 16:09 Uhr ]

Dieser Fall ist ein wunderbares Beispiel der Marketing-Zukunft......SCHRILLER, LAUTER, KRASSER......(als die Konkurrenz)

Dies ist wie eine Spirale, die durch die zu übertrumpfende Konkurrenz immer schneller dreht...... Der Werbe-Terror ereicht neue Dimensionen

.....*schüttelvorhorror*.......

Meine Antwort: Verspielt bis in die Steinzeit !! Von diesen Banausen kaufe ich garantiert nichts mehr !!

[ Von: Wazi am 01.12.04 um 00:21 Uhr ]

Wolfgang Flammes Google-Abfrage bringt insgesamt 5 Treffer (in Worten: 'fünf') über Zabbara, die nichts mit der Obdachlosen-Aktion zu tun haben.

Wenn ich Wolfgang richtig verstehe, dann lautet seine Schlussfolgerung so: Im Internet ist kaum etwas über Zabbara zu finden (zumindest bei Google) - also ist diese Firma ein absolut unbekanntes Nichts, das mit einem unüberlegten Knalleffekt bekannt werden wollte.

Wolfgang, bitte korrigiere mich, wenn ich Dich falsch verstanden habe.

[ Von: Max Zorno am 01.12.04 um 10:58 Uhr ]

... paßt schon :-) Zumal von den fünf Einträgen noch wenigstens zwei irrelevant sind.

- die Domain zabbara.com wurde erst Mitte 2004 von dem österreichischen eshop-Betreiber registriert

- im Impressum findet sich eine zabbara srl mit sizilianischer Anschrift. Kein einziger qualifizierter Treffer - offenbar keine eigene Webseite und auch keine eigene Mail-Domain.

- lt. Google hat niemand bisher zabbara.com verlinkt

Das ist das Ergebnis einer 5 min-Recherche, könnte man sicher noch weiterführen, aber die Firma und ihre at-Dependence ist anscheinend ein absolutes Nichts, ein Niemand. Keine Restaurant, kein Kunde, kein Gourmet, kein Großhändler, Einzelhändler, Tester etcpp erwähnt sie irgendwo im Internet, keine Prämierung, keine Fachmessepräsenz, nichts.

Mein Fazit:

Scheinexklusives Blenderprodukt. Konkrete Produktinformationen fehlen auf der Webseite völlig: Säuregehalt? Sortenrein? Geschmacksnote? Fehlanzeige. Stattdessen ersatzweise viel Drumherum-Romantisiererei und Verklärung.

Das ist kein renommierter Luxusartikel-Produzent/Geheimtip, der sich mit einer umstrittenen Marketingaktion vergalloppiert hat, das IST NUR eine umstrittene Marketingaktion.

[ Von: Wolfgang Flamme am 01.12.04 um 14:28 Uhr ]

Falls es noch niemandem aufgefallen ist: Ein weiterer Aspekt zeigt die Laienhaftigkeit dieser Marketingaktion:

Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen ist es problematisch, sich "das unumstritten weltweit wertvollste Olivenöl" und "das wohl teuerste Olivenöl der Welt" zu nennen. Greife ich als Anbieter zu Superlativen, so muss ich diese unter Umständen beweisen können.

Die Behauptung "das teuerste Öl" ist kein reines Werturteil und unterliegt nach meiner Meinung der Pflicht, beweisbar zu sein. In meine Augen ist die Kommunikation zu vollmundig geraten, die diese kleine unbekannte sizilianische Öl-Klitsche hier betreibt.

Mehr zum Thema Superlativ-Behauptungen und Wettbewerbsrecht: Achtung Superlativ!

[ Von: Max Zorno am 01.12.04 um 14:52 Uhr ]

Wo sind die vielen Ölscheichs? Die hätten doch werben können?

[ Von: Theodor Huesmann am 03.12.04 um 10:34 Uhr ]

Ein furchtbarer Bastardsohn der alten Werbeanekdote:

"Es ist Frühling - und ich bin blind."

Mehr hab ich zu dieser fiesen Scheisse nicht zu sagen.

- Angeekeltregierung.

[ Von: Weltregierung am 03.12.04 um 16:34 Uhr ]

...interessant wäre zu erfahren, wie erfolgreich diese Art der Werbung denn wirklich ist / war... Ich bin sogleich auf die Website gezappt und hab mich mal umgeschaut. Dies haben vielleicht auch viele andere gemacht?

ZORNO, ruf bei denen doch mal an und frag nach, bitte bitte bitte :)

Liebe Grüsse aus Basel, Vasilij

[ Von: Vasilij am 04.12.04 um 16:14 Uhr ]

danke für die rege teilnahme an der diskussion!
danke für das allgemeine interesse!

darf ich vorschlagen:
produkte einfach testen... die qualität spricht für sich.
auch die qualität dieser werbeaktion. megaerfolgreich.

mit besten grüssen aus italien
ihr zabbara team

[ Von: zabbara am 06.12.04 um 12:32 Uhr ]

Liebes "zabbara team", ein Blick in mein Webserver-Logfile ergab, dass Sie uns auf den Arm nehmen wollen: "mit besten grüssen aus italien".

Ihr Eintrag wurde von Deutschland aus gemacht von der IP-Adresse 212.202.36.202 - also von einem Anschlusss, der zur QSC AG gehört. Bei RIPE kann dies jeder nachlesen.

Ich gehe davon aus, dass Ihre Einschätzung "qualität dieser werbeaktion = megaerfolgreich" einen ähnlichen Wahrheitsgehalt aufweist wie Ihre Grußformel.

[ Von: Max Zorno am 06.12.04 um 14:53 Uhr ]

hallo max zorno,

danke für ihren hinweis - allerdings weiss ich nicht woher sie diese ip adresse haben? wurde sie ähnlich gut recherchiert wie ihr 'fach'kommentar?

danke ihnen trotzdem für die teilnahme an der diskussion über eine geniale vermarktungsstrategie!

mite besten grüssen (und wieder aus italien...)
ihr zabbara team!

[ Von: zabbara am 08.12.04 um 16:24 Uhr ]

Hallo "zabarra & co",

ich habe die große Ehre, Ihnen folgende Würdigung zukommen zu lassen, die ich beim "Ehrengremium zur Würdigung besonderer Innovationen in Leben und Wirtschaft" (EWILW) beantragte.
Herzlichen Glückwunsch !

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hiermit wird "ZABARRA" die unbefristete Merk- und Sinnbefreiung zuerkannt.

Begründung:
"ZABARRA" launchte eine der innovativsten Werbe-Kampagnen unter Einsatz von obdachlosen Personen zur Steigerung des Abverkaufs der eigenen Produkte.

Die ausserordentliche Prägnanz dieser einfühlsam und sensibel gestalteten und durchgeführten Kampagne wird sich mit absoluter Sicherheit tief in das Gedächtnis der Konsumenten einsenken und ein unvergessenes Bild der nach höchsten Qualitätniveaus strebenden Firma "ZABARRA" und ihrer außerordentlich kompetenten Geschäftsführung hinterlassen.

Die inspirative Ausstrahlung, die der aufgehenden Morgensonne gleichend, neue Möglichkeiten verheißend festen Blickes zuversichtlich in die Zukunft dieser ungewöhnlichen Firma schauen läßt, ist ungleich presänter als bei vielen der blassen Konkurrenten ansonsten allgemein üblich.

So kommen wir, die Verleiher, nicht umhin, die einzigartigen innovativen Grundgedanken dieser Idee mit der Verleihung der vollkommenen Merk- und zugleich Sinnbefreiung an die Firma "ZABARRA" und ihrer excellenten Geschäftsführung zu honorieren.

Wir gratulieren und wünschen "ZABARRA" weiterhin guten Erfolg.

Die Verleiher

[ Von: wazi am 08.12.04 um 21:07 Uhr ]

Liebes "zabbara team", die Informationen über die IP-Adressen stammen aus meinem Webserver-Logfile. Aber Sie haben Recht: Ich hatte mich bei der IP-Adresse verguckt: In meinen Logfiles steht drin, dass Ihre Kommentare von der IP-Adresse 83.64.35.17 aus abgegeben wurde.

Diese IP-Adresse ist von der österreichischen Inode Telekommunikationsdienstleistungs GmbH fest an die Hauser+Larch GmbH (Josef-Abentung-Weg 48 in A-6091 Götzens) vergeben worden. Dies ist eben jene Firma, die die Bestellungen und Bezahlung des Zabbara-Olivenöls regelt.

"mite besten grüssen (und wieder aus italien...)" ist also erneut gelogen.

Was die "Genialität" Ihrer Vermarktungsstrategie betrifft, schließe ich mich den Worten von wazi an.

Schaue ich mir die Hauer+Larch-Website an, stelle ich folgendes fest:
- Nur eine einzige Mitarbeiterin in der Firma ist älter als 28 Jahre.
- Nur einer ist fürs "Kreative" zuständig: Robert Hauser ("zuständig für umsetzung innovativer, kreativer ideen sowie marketing und vertieb")

Lieber Robert Hauser, ich vermute nun, dass die Obdachlosen-Idee (und obige Kommentare) von Ihnen stammen. Für mich zeigt die ganze Aktion wenig Genialität - dafür aber umso mehr Unreife.

[ Von: Max Zorno am 08.12.04 um 22:44 Uhr ]

In Anbetracht eigener Erfahrungswerte mit dem intellektuellen und kreativen Niveau des sog. PR-Beraters T. Kurzmaier, gehe ich davon aus, daß diese bodenlose Aktion dessen krankem Hirn entstammte.
Mein lieber Herr Kurzmaier: Spätestens mit dieser Aktion haben Sie den Beweis angetreten, daß Sie Ihr eigenes Motto, "seriös auffallen", entweder selbst nicht verstanden, oder aber es niemals ernst damit gemeint haben.
Herzliches Beileid!
J.

[ Von: Jochen am 02.03.05 um 16:46 Uhr ]

wir haben "das beste Olivenöl der Welt" letztlich von einem Kunden zur Probe erhalten: igittigitt! pfui, schrecklich!! Schrecklicher als diese Aktion.
Vermutlkich haben die Scheich-Kunden Rohöl drunter gemixt und das tolle teure Öl im Geschmack abgerundet.
Hallo italienisches Zabarra-Team, nennt doch mal die echten Werte Euren Öles, Ölsäuregehalt? Unter 10?! Ihr wurdet nach diesen Werten schon vor einer ganzen Weile gefragt...? Gibts was zu verbergen?
Fragt sehr interessiert ein Wettbewerber.

[ Von: Hans am 29.03.05 um 15:53 Uhr ]

wie definiert sich eigentlich das beste Olivenöl der Welt?

[ Von: Martin am 04.01.06 um 10:49 Uhr ]

Korrekterweise muss man zugeben, dass auf dem Plakat des Herren nicht explizit steht, dass das Zabbara-Öl das supi-beste der Welt ist. Er sagt nur, dass er das beste Öl der Welt kennt.

Ob der Link darunter nun in einem direkten Zusammenhang mit dieser Aussage steht, wäre vor einem Gericht wohl stark gummiparagraphisch interpretierbar ;-)

Das als keinerlei Wertung der Aktion an sich, sondern nur zum Thema "Superlative in der Werbung" und ihre beweisbarkeit.

[ Von: Hotelblogger am 23.06.06 um 15:51 Uhr ]

Wir können ja mal in die innenstadt gehen und einen obdachlosen fragen worüber er sich mehr freut und was ihm mehr hilft.

Wenn ihm eine Firma ein paar euros bezahlt damit er ein schild hochhält und er kann sich hinterher was zu essen kaufen oder von mir aus auch billigen schnaps.

Oder wenn sich ein sich ein haufen gutmenschen die mit ihren eigenen arsch im warmen sitzen sich darüber echauffieren wie schlimm doch die menschenwürde des obdachlosen verletzt würde.

Jemand dem die Würde von Pennern wirklich ewtas bedeutet sollte sein Zeit lieber in einer Suppenküche oder einer anderen sozialen Einrichtung verbringen oder sich auf irgendeine andere Art engagieren anstatt ganz tolle schlaue Blogs zu schreiben.

[ Von: mika am 03.01.08 um 12:01 Uhr ]

Als Ergänzung: ich finde die Kampagne auch nicht gut oder sinnvoll oder effektiv.
Und es sicherlich berechtigt sie in einem Blog/Tagebuch wie diesem zu kritisieren.

Aber über die Würde von Obdachlosen zu urteilen wenn man Ihnen selber nie geld gibt und es einem im prinzip völlig egal ob sie erfrieren oder verhungern (solange sie dabei blos nur keine unwürdige werbung hochhalten).

...Das zeigt meiner Meinung nach Zynismus und menschenverachtende Kälte

[ Von: mika am 03.01.08 um 12:09 Uhr ]

ich hab jetzt nur kurz nach zabbara im internet gesucht.

aber da ich NICHTS über eine firma zabbara gefunden habe würde ich folgendes vermuten.

Es gibt zabbara wahrscheinlich gar nicht. und diese marketing aktion ging nie um olivenöl und eine wirkliches produkt sondern war nur selbstzweck um aufmerksamkeit zu erzeugen. Ein Medienvirus in dem bewusstsein, dass sich viele andere medien und blogger darüber ereifern würden. Vielleicht auch um darauf aufmerksam zu machen was in zukunft alles an werbung passieren könnte

Wenn das tatsächlich die Intention dieser Aktion war war sie WIRKLICH GENIAL

nebenbei möchte ich alles unfreundliche was ich in den vorherigen posts geschrieben habe zurücknehmen und mich für meine vorschnellen schlüsse entschuldigen

HAHAHA so ein BLÖDSINN

Die große wahrheit des internets: erst recherchieren dann eine meinung abgeben

[ Von: mika am 03.01.08 um 12:36 Uhr ]

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